KPS-Aktie: Wird die Prognose übertroffen? Aktienanalyse

Haar (www.aktiencheck.de) – KPS-Aktienanalyse von „Vorstandswoche.de“:

Die Aktienexperten von „Vorstandswoche.de“ raten in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der KPS AG (ISIN: DE000A1A6V48, WKN: A1A6V4, Ticker-Symbol: KSC) zu kaufen.

Endlich! Seit über zwölf Monaten habe an der Börse immer wieder das Gerücht kursiert, dass die vier Gründer von KPS zumindest einen kleinen Teil ihrer Aktien würden platzieren wollen. Sie hätten bis vor Kurzem noch gut 80% des Grundkapitals kontrolliert. Die Experten hätten Ende Januar 2017 darauf hingewiesen, dass eine Umplatzierung des Gründerquartetts bald folgen könnte, um mehr Präsenz am Kapitalmarkt zu zeigen und die Grundlage für eine Aufnahme in den TecDAX zu erreichen.

Unter der Mitwirkung der Frankfurter Oddo Seydler Bank seien Ende Juni nunmehr knapp 4,4 Mio. KPS-Aktien platziert worden. Der Anteil der Hauptaktionäre habe sich somit auf rund 67% reduziert. Die Platzierung sei etwas anders erfolgt, als sich dies der eine oder andere Investor erhofft habe. Es habe sich um keine breite Platzierung an zahlreiche Investoren gehandelt, sondern die Aktien seien lediglich an Allianz Global Investors, DWS und Union Investment verkauft worden, jene, die einen längeren Anlagehorizont hätten. Investoren, die bei solchen Platzierungen gerne einen schnellen Euro würden machen wollen, seien komplett leer ausgegangen. Mit der Platzierung an das Trio habe KPS zugleich 3 der TOP 5-Fondsadressen in Deutschland an Bord geholt. Verkauft worden seien die Aktien zu 12,50 Euro. In einer breiteren Platzierung hätten die Gründer sicherlich einen Preis von bis zu 15 Euro pro Aktie erzielen können, da die Aktie zwischen 16 und 17 Euro gehandelt habe.

„Uns ging es nicht darum den Preis auszureizen. Unser Ziel war die richtigen Investoren dabei zu haben. Das ist uns gelungen“, habe Firmenchef und Gründungsmitglied Leonardo Musso im Gespräch mit der „Vorstandswoche“ gesagt. Aufgrund des attraktiven Preises für die 3 Frankfurter Häuser sei es durchaus wahrscheinlich, dass parallel noch Käufe über den Markt erfolgt seien, um den Kurs zu stabilisieren. Insgesamt sei den Gründern eine ideale Umplatzierung gelungen, die die Experten sehr positiv sehen würden. Mit dem erhöhten Freefloat sei KPS mittelfristig ein Kandidat für den TecDAX. Per Ende Juni liege das Unternehmen beim Kriterium des Börsenwertes auf Platz 49 und beim Handelsumsatz auf Platz 51. Die 30/30 Regel für den TecDAX sei heute noch ein gutes Stück entfernt. Aufgrund der Platzierung dürfte KPS nun recht zügig nach oben klettern.

Im Jahr 2018 stünden die Chancen für die Aufnahme in den TecDAX ganz gut. Sollte es knapp werden, könnte durchaus nochmals eine kleine Platzierung erfolgen, um in den beliebten Index einzuziehen. „Ich kann nur für mich sprechen. Aber es sollten derzeit keine weiteren Verkäufe erfolgen. Die Ausnahme wäre eine beschleunigte Index-Aufnahme. Unser Ziel ist jedenfalls, dass wir gemeinsam die Mehrheit behalten“, so Musso.

Hilfreich für eine Index-Aufnahme sei natürlich ein weiter steigender Börsenwert. KPS habe dafür die besten Voraussetzungen. „Das operative Geschäft entwickelt sich sehr gut“, so Musso. Die Nachfrage sei aufgrund der Digitalisierung derzeit hoch. Für den innogy-Konzern habe das Unternehmen ein Online-Endkunden-Portal gebaut, welches guten Anklang finde. Andere Stromanbieter könnten nachziehen. Im ersten Halbjahr 2016/2017, welches Ende März geendet sei, seien die Umsatzerlöse um über 20% auf knapp 83 Mio. Euro geklettert. Die EBIT-Marge habe bei rund 15% gelegen. Für das Gesamtjahr per Ende September erwarte der CEO bisher ein Umsatzplus von rund 10% und ein EBIT von 25 Mio. Euro. Angesichts des Wachstums zum ersten Halbjahr und des durchschnittlichen Wachstums von rund 19% pro Jahr seit dem Jahr 2011, erscheine die Prognose zu konservativ.

„Wir wollen unsere Prognose sicher erfüllen. Dafür bin ich sehr zuversichtlich. Alles Weitere werden wir nach Vorlage unserer Q3-Zahlen sehen“, so Musso. Nach Meinung der Experten werde KPS die Prognose übererfüllen bzw. anheben. Unterstelle man einen Umsatz von ca. 170 Mio. Euro, dürften vor Steuern und Zinsen zwischen 26 und 27 Mio. Euro in der Kasse klingeln. Das Finanzergebnis sei minimal negativ. Aufgrund von Verlustvorträgen von knapp 100 Mio. Euro sei die Steuerquote mit ca. 12% moderat. Netto könnten bis zu 23 Mio. Euro verdient werden oder rund 60 Cent je Aktie. Der Free Cashflow dürfte sich in diesem Wirtschaftsjahr auf über 20 Mio. Euro belaufen.

Mittelfristig sei es das Ziel, im Schnitt um ca. 10% pro Jahr zu wachsen. Angesichts des Wachstums in den vergangenen Jahren erscheine auch dies eher konservativ. Bei der EBIT-Marge halte Musso mittelfristig einen Anstieg auf 17 bis 18% für darstellbar. Parallel zum organischen Wachstum schaue KPS nach Akquisitionen. „Wir schauen uns aktiv nach Übernahmen um.“ Ziel sei, neue Märkte zu erschließen oder bestehende Regionen zu verstärken. Ideal wäre ein Beratungshaus in einer neuen Region. Die Größenordnung der möglichen Zukäufe liege bei einem Umsatzvolumen zwischen 10 und 30 Mio. Euro. „Große Hochzeiten sind meistens sehr kompliziert. Wir mögen es lieber etwas kleiner. Das lässt sich auch viel schneller integrieren“, ergänze der gebürtige Italiener.

Ende Januar hätten die Experten empfohlen, die Aktie der KPS auf die Watchlist zu setzen. Damals habe das Papier bei Kursen von 17,50 Euro notiert. Aktuell würden die Anteile 16,50 Euro kosten. Die Aktie könnte nach ihrer sechs Monate langen Seitwärtsbewegung nach oben ausbrechen.

Die Aktienexperten von „Vorstandswoche.de“ empfehlen die KPS-Aktie nunmehr zum Kauf. (Analyse vom 24.07.2017)

Börsenplätze KPS-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs KPS-Aktie:
16,528 EUR +1,64% (24.07.2017, 13:03)

Xetra-Aktienkurs KPS-Aktie:
16,35 EUR +0,99% (24.07.2017, 14:33)

ISIN KPS-Aktie:
DE000A1A6V48

WKN KPS-Aktie:
A1A6V4

Ticker-Symbol KPS-Aktie:
KSC

Kurzprofil KPS:

KPS Consulting (ISIN: DE000A1A6V48, WKN: A1A6V4, Ticker-Symbol: KSC) ist die führende Transformationsberatung für den Handel und Konsumgüterbereich und verbindet klassische Strategie-, Prozess-, Applikations- und Technologie-Beratung mit der Kompetenz der Umsetzung. Die KPS Rapid Transformation Methode beschleunigt nachweislich Projekte, mit ihrer Hilfe steuern KPS Transformation Architects komplexe Unternehmenstransformationen ganzheitlich wobei Strategieentwicklung, Prozessdesign und Implementierung soweit wie möglich simultan ablaufen. KPS-Kunden profitieren von einer zügigen und erfolgreichen Umsetzung und exzellenter Projekttransparenz bei gleichzeitiger Sicherstellung von exzellenter Beratungsqualität und eines optimalen Preis-Leistungsverhältnisses.

Die Unternehmenszentrale befindet sich in München mit weiteren Standorten in Europa. KPS Consulting wurde im Jahr 2000 gegründet und beschäftigt rund 600 Berater (www.kps-consulting.com). (24.07.2017/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.

Quelle: http://www.aktiencheck.de/exklusiv/Artikel-KPS_Aktie_Wird_Prognose_uebertroffen_Aktienanalyse-8022197